Hochwertige 3D-Modelle erlauben Nahblicke, ohne Kontakt. Besucherinnen kippen, drehen, vergrößern Fragmente virtuell und erkennen Werkzeugspuren, Pigmente, Bruchkanten. Ergänzende Audiogeschichten erzählen Restaurierungsentscheidungen. Wer digital begreifen kann, verzichtet leichter aufs Anfassen, spürt aber Nähe. Gleichzeitig dokumentiert die Anwendung anonymisierte Interaktionen, um sensible Stationen situativ zu entlasten.
Kuratorische Leitplanken verhindern Fehlinterpretationen. Archäologinnen liefern Hypothesen, Datenqualität und Kontext, während Designerinnen übersetzen. Ein gemeinsamer Katalog der Aussagen – gesichert, unsicher, verworfen – stärkt die Erzählung. Transparenz, wann etwas Rekonstruktion oder Annahme ist, fördert Vertrauen und lehrt wissenschaftliches Denken, ohne die Freude am Rätseln zu dämpfen.
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